Na gut, ok, bei mir isses halt die Uni.
Jedenfalls war das ein Grund, warum ich gleich nach meinem zweiten Eintrag ne längere Pause eingelegt habe.
Auch wenn's letztendlich nicht viel gebracht hat.
Aber was ist denn nun eigentlich in den letzten 12 Tagen passiert?
Eigentlich garnicht so viel, wenn man sich's im Nachhinein anschaut.
Die Jugenddienstversammlung am Freitag war erfreulicherweise ziemlich schnell vorbei, die Konfirmanden am Samstag eigentlich ganz brav, die Geburtstagsparty abends lustig und die Ausbeute an Fotos von den letzten beiden durchaus zufriedenstellend.
Dass meine Eltern ausserdem am Samstagmorgen tatsächlich in Urlaub gefahren sind hab' ich quasi erst Sonntagmorgens festgestellt, als ich zwischen aufstehen und das Haus in Richtung Kirche verlassen überhaupt niemandem ausser meinem Spiegelbild begegnet bin.
Was nach dem Gottesdienst in der Gemeindeversammlung noch so los war, darüber werde ich mich aus Gründen der Diskretion lieber ausschweigen; nur soviel soll gesagt sein: Die Formel 1 war offensichtlich spannender und "en Euro isch wirklich net zuviel" ;-)
Der erste Teil der letzten Woche stand dann ganz im Zeichen der Klausurvorbereitung, die zwar nicht wirklich zum bestehen der Klausur, aber zur Einsicht, die ja bekanntlich der erste Weg zur Besserung ist erheblich beigetragen hat. So kam es dann auch, dass wir jetzt einen neuen Materialwart suchen. Interessenten dürfen sich gerne bei mir melden, der Besitz eines PKW-Führerschein wäre hilfreich.
Das Stimmungstief aufgrund des neuerlichen Nichtbestehens einer Klausur habe ich dann gleich am Dienstag abgehandelt, so dass ich mich am Mittwoch, nachdem eben diese Klausur endlich euch geschrieben war sofort wieder ins Leben stürzen konnte.
Das sah dann so aus, dass ich meine Pflichten als Materialwart ein letztes Mal wahrgenommen und mein Lager aufgeräumt und danach meine Pflichten bei der FF mehr auf mein Team verteilt habe.
Donnerstags dann ist ein äusserst seltenes Phänomen eingetreten.
Ich verspürte den dringenden Drang meine Gemächer in Ordnung zu bringen. Und das obwohl keine wichtige Augabe in unmittelbarer Nähe vor der ich mich damit hätte drücken müssen.
Falls jemand das Buch "Zwölf Geschenke für den Weihnachtsmann" von Mauri Kunnas kennt: Ich hab' mich ein bisschen gefühlt wie Kalle als er das Büro vom Weihnachtsmann aufräumen wollte. Wer dazu noch mein Zimmer kennt weiß warum.
Jedenfalls hat's einen ganzen Tag und ein halbes Wohnzimmer gebraucht um mein Chaos und den ortsansässigen Staub aus dem Zimmer zu entfernen. Die Betonung liegt auf
entfernen. Das bedeutet, abends war das Chaos zwar nicht mehr im Zimmer, aber noch lange nicht aufgelöst. Es hatte sich eher nur vom Staub getrennt und ins Wohnzimmer verlagert um dort seine Auflösung am nächsten Tag zu erwarten.
Die kam dann aufrgund eines zwischendurch teiweise etwas stressigen Besuchs einer FH-Party und deren Auswirkungen auf meine Aufstehzeit am nächsten morgen etwas später als erwartet.
Stressig, war's deshalb, weil sich meine Freunde im Verlauf der Patry in den Kopf gesetzt hatten mir unbedingt am gleichen Abend eine Freundin besorgen zu müssen.
Ja Leute, es hat gestresst!
Der stressmäßige Höhepunkt der letzten Woche war aber eindeutug der Freitag.
Nachdem ich mich nicht sonderlich früh' aus dem Bett gequält hatte galt es:
- Das Chaos aufzulösen und die entstandene Ordung wieder in mein Zimmer zu verfrachten.
- Meine Wäsche zu waschen, damit meine Mutter keinen Schock bekommen würde, wenn sie Samstags nach Hause kommt.
- Zu erörtern, wer zu dem anlässlich meiner sturmfreien Bude angedachten Filmabend kommen würde.
- Getränke für den Abend und die Zeit danach zu organisieren.
- Ein Auto herbeizuschaffen um die leeren Kisten, die auf ihre Rückgabe warteten loszuwerden und einen Vorrat an Wasser und Bier zu besorgen, um am Wochende nicht zu verdursten.
- Nicht zu vergessen etwas zu essen und zu trinken, damit ich den Abend überhaupt noch erleben würde.
Folgendes war der Plan:
- Das Chaos neben den anderen Tätigkeiten her in die Kategorien "Fliegt raus", "Brauch' ich noch" und "Brauch' ich nicht mehr, will ich aber trotzdem behalten" zu sortieren und die erste in den Müll, die anderen beiden an ihre vorläufigen Endlagerstätten zu überführen.
- Morgens die erste Maschine Wäsche zu waschen und dann im 2-Stunden-Rhythmus die gewaschene Wäsche in den Trockner, die trockenen Wäsche in den Schrank und die noch zu waschende Wäsche in die Waschmaschine zu befördern.
- Per eMail in Erfahrung zu bringen, wer denn abends kommt und wer evtl. was mitbringt.
- Den Mannschaftstransporter der Feuerwehr zu leihen um damit die Sache mit den leeren Kisten und den Getränken für's WoE zu regeln.
- Mir zwischendurch eine kleine Pause zu gönnen um die am Vortag von mir meisterlich zubereitete Maultaschenpfanne avec Pilzen an Tomatensoße mit einem ausgezeichneten 2006er Zitronentee zu genießen.
Folgendes ist passiert:
- Das Chaos erwies sich als viel zu gewaltig, um sich an einem Tag von einem Memschen bewältigen zu lassen. Stattdessen hab' ich die eine Hälfte vom Tag sortiert und die andere Hälfte versucht das Restchaos zu lochen und in Ordnern zu verstecken, die ich dann in den wenigen vorhandenen Platz in meinem Regal gestopft hab'.
- Nachdem ich die erste Maschine Wäsche in die Wschmaschine bugsiert hatte (dazu Waschmittel und die richtige Programmeinstellung) und nach zwei Stunden wieder in die Waschküche kam musste ich feststellen, dass auch Waschmaschienen in der Kunst der Herstellung nichtssagender Fehlermeldungen geübt sind.
"E10" hat die Maschine gesagt.
"Scheißteil!" hab' ich gedacht.
"Das heißt die Maschine will Wasser." hat das Handbuch gesagt.
"Wieso sagt sie das dann nicht?" hab' ich gedacht und bin in den Keller gegangen um ihr welches zu bringen, d.h. ihren Wasserhahn aufzudrehen.
Dann war sie glücklich und hat munter vor sich hin gewaschen.
Als ich allerdings die zweite Maschine Wäsche aus der Waschmaschine befreit hatte wunderte ich mich dann doch, dass der Wäschekorb, der die ganze Zeit vor der Maschine stand und in dem sich die Wäsche aus Gründen der besseren Tragbarkeit nun befand, von unten (!) nass war. Eine genauere Investigation hat dann ergeben, das Waschmaschinen manchmal ein bisschen zickig ein können und unserer das Wasser, dass sie vorhin noch so dringend zu wollen schien nun wohl zu viel geworden war.
Also: Lappen raus; Aufwischen; Wasserhahn zu; Schluss mit waschen.
- Dass das in Erfahrung bringen wer abends kommt per Mail nicht funktioniert stellte sich nach deren drei herraus. Auf die dritte kam nämlich schon keine Antwort mehr. Also hab' ich versucht das Ganze per telefon zu regeln. Mit dem Ergebnis, dass ich eigentlich den ganzen Tag darauf gewartet habe, dass mich jemand zurückruft, den ich nicht erreicht hatte, ich also ständig unser Festnetztelefon und mein Handy in der Hosentasche hatte (ich musste ja dauernd zwischen Waschküche und Wohnzimmer pendeln) und hauptsächlich von Leuten angerufen wurde, die mit meiner Abendplanung mal sowas von GARNICHTS zu tun hatten, dass es eine wahre Pracht war. Wer ungefähr wann kommt, und ca. was mitbringt wusste ich so gegen 19.00 Uhr Ortszeit. Da war ich noch nicht geduscht und hatte noch keine Getränke besorgt, da letzteres ja bedingte zu wissen, wer was mitbringt und was ich ich besorgen soll. Ich hatte also eine Stunde Zeit um mich Stadtfein zu machen, das Feuerwehrauto zu "klauen", die leeren Kisten und das Altglas einzuladen, einkaufen zu fahren, das Altglas zu entsorgen, die Getränke auszuladen, das Auto zurückzubringen und vor dem ursprüngich angedachten Begin des Abends wieder zuhause zu sein.
Meinen ersten Gast hab' ich auf dem Weg vom Feuerwehrhaus zu mir nach Hause auf dem Fahrrad eingeholt.
- Die Pause fiel aus. Die Maultaschenpfanne hab' ich im kalten Zustand nebenher gegessen und der Rest von meinem Tee stand noch, als ich Gast #1 um kurz nach acht die Tür aufgeschlossen habe.
An dieser Stelle bitte ich zu bedenken, dass all dies sich nicht sequentiell, sondern parallel abgespielt hat.
Gast #1 war übrigens wegen den ganzen Wirrungen in der Organisation des Abends, die ich hier nicht aufschlüsseln will, weil das den Rahmen des Internet sprengen würde, der einzige der nicht wusste, dass die Gäste #2-6 frühestens um 20.30 uhr eintreffen würden.
Aber sie kamen sowieso später.
Was jetzt aber kein Vorwurf sein soll, es war trotz allem ein sehr schöner Abend find' ich.
Bis wir herrausgefunden hatte, dass unsere Videorecorder BEIDE kein anständiges Bild liefern und wir uns schließlich auf einen Film auf CD geeinigt hatten war es glaub' ich zehn.
An dieser Stelle möchte ich noch lobend erwähnen, dass Gast #4 uns (unangekündigt) mit Wein und Knabberzeug verwöhnt hat.
Als ich an diesem Abend im Bett lag' war's 01.50 Uhr.
Was ja nicht weiter schlimm gewesen wäre, wäre es nicht so gewesen, dass folgende Dinge für den Sanstag angekündigtr waren:
08.00 Uhr: Reparatur der Terassentür.
09.00-24.00 Uhr: Meine Anwesenheit in der Kirche.
zwischen 0900 Uhr und 24.00 Uhr: Rückkehr meiner Eltern aus dem Urlaub.
Dies machte es nötig vor acht:
- Aufzustehen.
- Zu duschen.
- Die Reste vom Freitagabend zu beseitigen.
- Das benutzte Geschirr der letzten Woche zu spülen.
- Der Hausordnung genüge zu tun (Wege ums Haus fegen).
- Meinen Foto, meinen Notfallrucksack und den Werkzeugkasten meines Vaters zu packen.
- Auf dem Weg zur Kirche mein Frühstück einzukaufen.
Das bedeutete für mich:
Aufstehen um 6.30 Uhr.
Insofern war dann die Vorbereitung und Durchführung des Rolling Magazine in der Kirche von neun bis 23 Uhr und das anschließende Abbauen bis halb eins eingentlich eher Erholung denn Stress. Allerdings war ich am Ende des Tages dann doch zu erschöpft um noch wie eigentlich geplant mit dem Fahrrad nach Neuburgweier zu fahren und auf einer Geburtstagsfeier vorbeizuschauen.
Sonnntags hab' ich dann zwar noch geschafft in den Gottesdienst zu gehen und vorher und nachher die Problematik offener Jugendarbeit zu erörtert, aber nicht mehr viel mehr.
Nach dem Mittagessen hab' ich mich um ca. 4 (?) "kurz auf's Sofa gelegt", um dann um halb acht wieder aufzuwachen und mich ins Bett zu schleppen, wo ich dann bis Montag morgen um zehn auch weitestgehend geblieben bin.
So ich glaub' das reicht für heute.
Zum Abschluss gibt's noch das Bild der Woche.
Ansonsten wünsch' ich euch:
Gut' Nacht und angenehme Ruh'
Chris